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MSD-Stipendium 2008 für Dermatologie geht an Dr. Antonia Todorova

Münchener Haarspezialistin will Vitamin-D-Derivat als neuen Ansatz bei Alopecia areata erforschen

August 2008 – Für ihr Forschungsprojekt „Immunologische und therapeutische Effekte von Calcipotriol bei der lokalen Behandlung von Alopecia areata“ hat die Münchener Dermatologin Dr. med. Antonia Todorova das MSD-Stipendium 2008 Dermatologie erhalten. Mit Hilfe des Stipendiums, das mit 10.000 Euro dotiert ist, plant sie einen Aufenthalt am Berliner Kompetenzzentrum für Haare und Haarer­krankungen an der Charite (Leitung: Frau Prof. Dr. Blume-Peytavi), um Erfahrungen mit mikrosomalen Molekulartechniken zu erlernen und ihre klinische Expertise zu erhöhen.

Die Alopecia areata ist eine Th1-vermittelte Autoimmunerkrankung des Haarfollikels. Da Vitamin D neben endokrinologisch-regulatorischen Effekten auch antientzündliche und immunmodulatorische Wirkung auf Keratinozyten und Haarfollikel zeigt und bei der Bildung und Wachstumssteuerung von Haarfollikeln bedeutsam ist, könnte der Vitamin-D-Abkömmling Calcipotriol einen neuen Ansatz in der Lokaltherapie darstellen. Eine ausreichende Eindringtiefe dürfte bezüglich der gewünschten immunmodulatorischen Wirkung entscheidend sein. Mikrosomale Molekulartechniken wie die „Verpackung“ in Liposomen können die Penetrationsrate eines Präparates auf ein Mehrfaches erhöhen.
Frau Dr. Todorova betreut unter Leitung von Prof. Dr. Wolf-Ingo Worret hauptverantwortlich die Haarsprechstunde an der Klinik für Dermatologie und Allergologie der TU München.

Im Rahmen ihres Gastaufenthaltes bei Prof. Dr. Ulrike Blume-Peytavi am Berliner Kompetenzzentrum will Dr. Todorova ihre klinische Expertise vertiefen und Erfahrung mit mikrosomalen Molekulartechniken sammeln.
MSD vergibt jährlich bis zu zehn Forschungsstipendien in Höhe von jeweils 10.000 Euro. Die Stipendien sollen jungen promovierten Humanmedizinern/-innen ermöglichen, bei einem mehrwöchigen Aufenthalt an einer Institution im In- oder Ausland neue wissenschaftliche Verfahrensweisen zu erlernen, um sie dann an ihrem Heimatinstitut bzw. an ihrer Heimatklinik zu implementieren. Die Auswahl des Stipendiaten trifft jeweils eine unabhängige Jury aus hochrangigen Wissenschaftlern. Informationen zum Bewerbungsmodus finden Interessenten im Internet unter http://www.msd.de/forschung/stip/stip_8300.html
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