Wilhelm-Stoffel-Stipendium für Arterioskleroseforschung 2009 für Jörg Herold |
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Oktober 2009 - Das von MSD ausgelobte Wilhelm-Stoffel-Stipendium für Arterioskleroseforschung1 geht in diesem Jahr an Dr. med. Jörg Herold. Der in Magdeburg tätige Mediziner erhält den mit 12.000 Euro dotierten Preis für das geplante Forschungsprojekt „Cell engineering – Transplantation von modifizierten autologen Monozyten/mononukleären Zellen zur Förderung der Arteriogenese“, das er nach einem Studienaufenthalt am Stanford Cardiovascular Institute (California, USA) in seinem Heimatinstitut fortsetzen wird. Der Preis wurde am 9. Oktober 2009 anlässlich der 33. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Dresden verliehen. |
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| Nach ersten beruflichen Stationen im Max-Planck-Institut für experimentelle Kardiologie in Bad Nauheim und im Medizinisch Theoretischen Zentrum in Dresden folgte Jörg Herold im August 2008 seinem Doktorvater Professor Dr. Rüdiger Braun-Dullaeus an die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und verantwortet dort neben seiner klinischen Tätigkeit in der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie den Aufbau des kardiovaskulären Forschungslabors. |
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Seit seiner Promotion beschäftigt er sich mit der Arteriogenese, einem Kompensationsmechanismus des Organismus, der bei schwerer Arteriosklerose die Blutversorgung zu den ischämischen Gebieten z. B. durch das Remodelling von präexistierenden arteriolären Verbindungen in wandstarke Kollateralarterien wieder herstellen kann. Dieser Prozess kann bei Menschen mit stärkster Arteriosklerose zur vollständigen Erhaltung der Blutversorgung führen. In der Regel entwickeln sich die Umgehungskreisläufe aber nicht bei jedem Menschen ausreichend schnell und suffizient.
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| Hier setzt die Forschung von Jörg Herold an. Im Tiermodell konnte er bereits erfolgreich nachweisen, dass die Transplantation von Monozyten das Kollateralenwachstum fördert. Die Vermutung, dass dieser Triggerung der Arteriogenese ein immunologischer Mechanismus zugrunde liegt, gilt es nun zu verifizieren, um dann die Entwicklung von Therapiestrategien zur Behandlung von vaskulo-okklusiven Erkrankungen weiter vorantreiben zu können. |
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| Die nächste Station auf dem Weg von Dr. Jörg Herold, der laut seinem Doktorvater Rüdiger Braun-Dullaeus einer „großen akademischen Karriere“ entgegensieht, ist das Cardiovascular Institute an der Stanford University (California, USA). Die Arbeitsgruppe von Professor Dr. John P. Cooke, einem international anerkannten Forscher auf dem Gebiet der kardiovaskulären Medizin und Endothelforschung, beschäftigt sich mit Gefäßneubildung (Neovaskularisierung) und auch mit Strategien zur Wiederherstellung der Blutversorgung in und zu ischämischen Gebieten. Der Preisträger hat dort die Möglichkeit, Methoden und Techniken zu erlernen, die für sein Heimatlabor in Magdeburg und für die Weiterführung seines Forschungsprojektes essentiell sind – immer mit Blick auf das Ziel, die erarbeitete Therapiestrategie der gezielten Monozytentransplantation „from bench to bedside“ der Klinik ein Stück näher zu bringen. |
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MSD-Stipendien in verschiedenen Forschungsgebieten |
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| MSD vergibt jährlich Forschungsstipendien in Höhe von jeweils 12.000 Euro. Die Stipendien sollen jungen promovierten Humanmedizinern/-innen ermöglichen, bei einem mehrwöchigen Aufenthalt an einer Institution im In- oder Ausland neue wissenschaftliche Verfahrensweisen zu erlernen, um sie dann an ihrem Heimatinstitut bzw. an ihrer Heimatklinik zu implementieren. Die Auswahl des Stipendiaten trifft jeweils eine unabhängige Jury aus hochrangigen Wissenschaftlern. Informationen zum Bewerbungsmodus finden Interessenten im Internet unter www.msd.de/forschung/stip/stip_8300.html. |
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| 1 Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Wilhelm Stoffel (geb. 1928) hat sich auf dem Gebiet der Lipid-, Lipoprotein- sowie Arterioskleroseforschung als Wissenschaftler und Direktor des Instituts für Biochemie der Universität zu Köln sehr verdient gemacht. Deshalb lobte Dr. Ottfried Zierenberg als Vertreter der Firma MSD SHARP & DOHME GMBH 2008 bei einem Symposium zu Ehren des 80. Geburtstages von Professor Stoffel das Wilhelm-Stoffel-Stipendium für Arterioskleroseforschung aus. |
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