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MSD-Stipendium 2009 HIV/AIDS für Dr. Niklas T. Baerlecken

Neue Serummarker sollen die Diagnostik von Autoimmunerkrankungen bei HIV-Infizierten verbessern

März 2010 - Die Entwicklung spezifischer Marker zur verbesserten Diagnostik von Autoimmunerkrankungen bei HIV-Infizierten ist das Ziel von Dr. med. Niklas T. Baerlecken von der Medizinischen Hochschule Hannover. Für dieses Vorhaben erhält er das MSD-Stipendium 2009 HIV/AIDS, das mit 12.000 Euro dotiert ist.

Bei HIV-Infizierten werden relativ häufig Autoimmunerkrankungen wie Spondylarthritiden, Psoriasis und Sjögren-Syndrom beobachtet. Die Differenzialdiagnostik ist bislang schwierig, denn es stehen nur wenige spezifische Marker für bestimmte Autoimmunerkrankungen zur Verfügung. Die Entwicklung neuer Labortests ist daher zur Verbesserung der Diagnostik essentiell.
An der Klinik für Immunologie und Rheumatologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) beschäftigt sich Dr. Baerlecken als Projektleiter mit der Identifikation neuer Antikörper zur Diagnostik von Autoimmunerkrankungen. Derzeit ist er am Aufbau von Serumbanken, unter anderem von HIV-Infizierten mit Autoimmunerkrankungen und chronischen Infektionskrankheiten, beteiligt. Mit dem Geld vom MSD-Stipendium will er die Erweiterung dieser Serumbanken durchführen und insbesondere die Identifizierung neuer, krankheitsassoziierter Autoantikörper vornehmen. Diese werden mithilfe von „protein microarrays“, auf denen bis zu 38.000 Proteine gebunden sind und gleichzeitig analysiert werden können, gesucht.
Nach der Identifikation potenzieller, diagnostisch nutzbarer Antikörper plant Dr. Baerlecken die gentechnologische Synthetisierung und Reinigung der entsprechenden Antigene, um sie in diagnostischen Tests wie Westernblot und Elisa nutzen zu können. Für diese Arbeit geht er mit Hilfe des MSD-Stipendiums nach Wendelsheim (Deutschland) an das AESKU.KIPP Institut, das räumlich und personell die Möglichkeit für eine kontinuierliche, interdisziplinäre und internationale Forschung und Weiterbildung auf dem Gebiet der Autoimmunität bietet.
Das MSD-Stipendium 2009 HIV/AIDS ist eines von insgesamt neun indikationsspezifischen Forschungsstipendien, die in diesem Jahr an junge promovierte Humanmediziner vergeben werden. Die Stipendien sollen ihnen einen mehrwöchigen Forschungsaufenthalt an renommierten wissenschaftlichen Instituten im In- oder Ausland ermöglichen, damit sie die dort gelernten Fähigkeiten und Kenntnisse anschließend an ihrem Heimatinstitut bzw. ihrer Heimatklinik implementieren können. Jedes dieser Forschungsstipendien ist mit 12.000 Euro dotiert. Die Auswahl des Stipendiaten trifft jeweils eine unabhängige Jury aus hochrangigen Wissenschaftlern. Informationen zum Bewerbungsmodus finden Interessenten auf der Seite "Stipendien für junge Humanmediziner".
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