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MSD-Stipendium 2009 Neurologie geht an Dr. Christian Seifert

Dezember 2009 – Für sein Forschungsprojekt „Funktionelle Bildgebung mittels FDG-PET bei Patienten mit chronischer Migräne“ erhält Dr. med. Christian Seifert das MSD-Stipendium 2009 Neurologie in Höhe von 12.000 Euro.

Bisher ist wenig zur Pathophysiologie der chronischen Migräne bekannt, obwohl sie von erheblicher klinischer Bedeutung ist, da sie Betroffene in ihrer Lebensqualität deutlich einschränkt und viele Fehltage am Arbeitsplatz zur Folge hat. Aus Voruntersuchungen mit bildgebenden Verfahren ist bekannt, dass es bei episodischer Migräne während der akuten Attacke zu einer erhöhten Aktivität in bestimmten Arealen des Hirnstamms kommt. Für Patienten mit chronischer Migräne, d. h. mit mehr als 15 Kopfschmerztagen pro Monat, konnte dies bisher nicht gezeigt werden.
Dr. Christian Seifert möchte eine Studie zur Untersuchung bestimmter Veränderungen des Hirnmetabolismus bei chronischer Migräne durchführen, da er im Rahmen seiner Doktorarbeit und jetzigen Tätigkeit als Assistenzarzt an der Neurologischen Klinik und Poliklinik der TU München, Klinikum rechts der Isar, bereits Erfahrungen mit Verfahren der funktionellen Bildgebung sammeln konnte. Er geht davon aus, dass der definierte Wechsel zwischen Phasen mit Hintergrundschmerz und Phasen mit Schmerzexazerbation durch Veränderungen des Metabolismus im Bereich des Hirnstamms und orbitofrontalen Kortex charakterisiert ist.
Im Rahmen seines Gastaufenthaltes beim international führenden Kopfschmerzforscher Prof. Dr. Peter J. Goadsby, Headache Center der Universität Kalifornien, San Francisco, USA, wird Seifert eine bereits laufende dreiarmige Studie mitbetreuen. Darin werden Veränderungen des Glukosemetabolismus im Gehirn von Patienten mit chronischer Migräne, mit episodischer Migräne bzw. bei Kontrollen mittels [18F]FDG-Positronen-Emissions-Tomographie (PET) erfasst.
Seifert will seine dort erlernten Fähigkeiten nach der Rückkehr in die Forschungsgruppen „Funktionelle Bildgebung bei Schmerzen“ und „Elektrophysiologie bei Schmerzen“ einbringen und in Kooperationsprojekten mit dem Zentrum für interdisziplinäre Schmerztherapie (ZIS) für patientennahe Forschungsprojekte mittels PET nutzen.

MSD-Stipendien in verschiedenen Forschungsgebieten

MSD vergibt jährlich Forschungsstipendien in Höhe von jeweils 12.000 Euro. Die Stipendien sollen jungen promovierten Humanmedizinern/-innen ermöglichen, bei einem mehrwöchigen Aufenthalt an einer Institution im In- oder Ausland neue wissenschaftliche Verfahrensweisen zu erlernen, um sie dann an ihrem Heimatinstitut bzw. an ihrer Heimatklinik zu implementieren. Die Auswahl des Stipendiaten trifft jeweils eine unabhängige Jury aus hochrangigen Wissenschaftlern. Informationen zum Bewerbungsmodus finden Interessenten im Internet unter www.msd.de/forschung/stip/stip_8300.html.
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