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MSD fördert Erforschung der HIV/HCV-Koinfektion

MSD-Stipendium 2007 HIV/AIDS für Dr. Julian Schulze zur Wiesch

Januar 2008 – Das Forschungsstipendium HIV/AIDS von MSD geht an den Arzt Dr. Julian Schulze zur Wiesch vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Mit dem Stipendium in Höhe von 10.000 Euro wird ihm ein Aufenthalt zur Erforschung der T-Helfer-Zellen von akut HIV/HCV-koinfizierten Patienten am AIDS Research Center des Massachusetts General Hospital in Boston ermöglicht.

In seiner wissenschaftlichen Tätigkeit widmet sich Dr. Schulze zur Wiesch der Erforschung der Immunantwort bei Infektionen mit dem humanen Immundefizienzvirus (HIV) und dem Hepatitis-C-Virus (HCV). Koinfektionen mit diesen beiden Viren, die immer häufiger festgestellt werden, sind mit einer hohen Morbidität und Mortalität assoziiert. Die gleichzeitige HIV-Infektion führt zu einem schnelleren Fortschreiten der durch HCV ausgelösten Leberschädigung. Die fortgeschrittene Leberschädigung ist wiederum nachteilig für die Prognose der HIV-Infektion.
Die Mechanismen, über die sich die beiden Infektionen gegenseitig negativ beeinflussen, sind allerdings noch weitgehend unklar – hier setzen die Forschungsarbeiten von Dr. Schulze zur Wiesch an. Denn möglicherweise lassen sich aus einer Analyse der frühen antiviralen Antwort nach einer Erstinfektion mit HIV und HCV Schlüsse auf die Immunpathologie ziehen. Blutproben von betroffenen Patienten liegen in Hamburg vor. Um diese zu analysieren, wäre es wichtig, die bereits enge Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe von Professor Bruce Walker am AIDS Research Center in Boston fortzuführen, da hier die technischen Voraussetzungen für die geplanten Forschungen gegeben sind.
Das geförderte Projekt trägt den Titel Analyse virusspezifischer CD4+ T-Helfer-Zellen bei akuter HIV- und HCV- Koinfektion mittels tetramergesteuertem „cell sorting“. Dabei wird die CD4+ T-Zellantwort in den Proben der Patienten mit akuter HCV/HIV-Infektion mittels einer neuartigen Tetramer-Technologie, für die in Boston erst seit kurzer Zeit die entsprechende Ausrüstung zur Verfügung steht, analysiert. Die Zellen können mit dieser Technologie auf verschiedene Phänotypen und Zytokin-Profile untersucht werden.
„Eine Förderung durch das MSD-Stipendium würde die ideale Voraussetzung für eine Vertiefung bestehender nationaler und internationaler Kollaborationen mit führenden Laboren und Wissenschaftlern, die für die weitere wissenschaftliche Arbeit in Hamburg notwendig sind, bedeuten“, so Dr. Schulze zur Wiesch in seiner Bewerbung für das Stipendium. Somit leistet MSD mit dem Forschungsstipendium einen wichtigen Beitrag zur Förderung der HIV-Forschung.
Auch in diesem Jahr fördert MSD wieder junge promovierte Humanmediziner aus verschiedenen Fachgebieten und ermöglicht ihnen durch ein Stipendium einen mehrwöchigen Forschungsaufenthalt an renommierten Institutionen im In- oder Ausland. Die dort erlernten neuen wissenschaftlichen Methoden sollen anschließend am jeweiligen Heimatinstitut eingesetzt werden. Der Gesamtwert der Stipendien beträgt jährlich rund 100.000,- Euro. Informationen zum Bewerbungsmodus finden Interessenten im Internet unter http://www.msd.de/forschung/stip/stip_8300.html.
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