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Für afrikanische Unternehmen ist jetzt erstmals ein Leitfaden zur stufenweisen Prävention und Behandlung von HIV/AIDS am Arbeitsplatz verfügbar

Merck & Co, Inc., Whitehouse Station, USA (in Deutschland MSD SHARP & DOHME GMBH) veröffentlicht wegweisenden Entwurf für Maßnahmen gegen HIV/AIDS, zu denen ein wirtschaftliches Modellprojekt gehört.

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Blueprint zum Download (pdf)
Anlässlich der 34. Annual Global Health Conference gab MSD SHARP & DOHME GMBH (MSD) am 30. Mai 2007 die Veröffentlichung des "Blueprint for Business Action on HIV/AIDS" (Entwurf eines Unternehmensleitfadens gegen HIV/AIDS) bekannt. Bei dem Entwurf handelt es sich um einen innovativen Maßnahmenkatalog, der von einem Beratungsausschuss mit vorwiegend afrikanischen Mitgliedern speziell für afrikanische Unternehmen entwickelt wurde. Diesen Unternehmen soll bei der Entwicklung und Umsetzung eines umfassenden Arbeitsplatzprogrammes im Kampf gegen die HIV/AIDS-Epidemie geholfen werden. MSD stellt diesen Entwurf im Rahmen seiner Aktivitäten zur Bekämpfung von HIV/AIDS kostenlos zur Verfügung.
Der Entwurf bietet einen stufenweisen Leitfaden sowie ein spezielles Lehrbuch mit zusätzlichen Details, wie Unternehmen eine HIV/AIDS-Unternehmensrichtlinie implementieren können. Zudem ist ein Softwarepaket enthalten, mit dem die wirtschaftlichen Auswirkungen eines solchen Arbeitsplatzprogramms geprüft und eine Kosten-Nutzen-Analyse durchführt werden kann. Der Entwurf ist der erste Unternehmensleitfaden seiner Art, der Firmen dabei unterstützen soll, den Kampf gegen HIV/AIDS aufzunehmen.
“Dieser Unternehmensleitfaden liefert klare, griffige und präzise Aktionspunkte zum Programm gegen HIV/AIDS für Unternehmen jeder Größe”, so Francis Njang’iru, Programmdirektor des Kenya HIV/AIDS Business Council. “Wenn wir HIV/AIDS-Programme auf jedes afrikanische Unternehmen, egal welcher Größe, ausweiten können, bin ich überzeugt, dass wir dieser Epidemie das Rückgrat brechen und den kommenden Generationen diese schreckliche Krankheit ersparen können.”
Weltweit hat sich die Zahl der Erwerbsfähigen durch HIV/AIDS 2005 um 28 Millionen verringert. Ohne verstärkte Bemühungen in allen Bereichen der Gesellschaft könnte diese Zahl bis 2010 auf 48 Millionen und bis 2015 auf 74 Millionen steigen, davon allein 50 Millionen in Afrika (ILO, 2004). In einer UNAIDS-Studie aus dem Jahr 2003 zu den wirtschaftlichen Auswirkungen von HIV/AIDS im südlichen Afrika, wurde bei Unternehmen, die weniger als 100 Arbeiter beschäftigen, ermittelt, dass nur 13 Prozent dieser Firmen eine Unternehmensrichtlinie zum Umgang mit HIV und AIDS hatten.
“Die Zukunft der afrikanischen Unternehmen im Zeitalter von HIV/AIDS sieht düster aus, wenn sich Arbeitgeber nicht umgehend um die Prävention und die Behandlung kümmern”, sagte Dr. Neeraj Mistry, Technischer Direktor der Global Business Coalition on HIV/AIDS, TB and Malaria. “Afrikanische Unternehmen müssen Arbeitsplatzprogramme zu HIV/AIDS für all ihre Angestellten und deren Familien einrichten und ausbauen.”
Der Entwurf der Unternehmensrichtlinie wurde mit Unterstützung von MSD für den Einsatz in afrikanischen Unternehmen jeder Größe - klein, mittelständisch oder groß - entwickelt. Die Richtlinie steht in englischer und französischer Sprache zur Verfügung und zeigt, dass die Präventions- und Behandlungsprogramme am Arbeitplatz nicht nur einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen die HIV/AIDS-Pandemie leisten, sondern auch eine stichhaltige Geschäftsentscheidung darstellen.
“MSD engagiert sich seit zwei Jahrzehnten im Kampf gegen HIV/AIDS”, so Donald de Korte, Direktor des HIV Access Programs in Afrika. “Während dieser Zeit haben wir gelernt, dass sowohl Maßnahmen zur Prävention, aber auch Betreuung und Behandlung am Arbeitsplatz für Angestellte und ihre Familien im Kampf gegen die Krankheit viel ausmachen können. Wir haben die Entwicklung der Unternehmensrichtlinie unterstützt, um einen benutzerfreundlichen "Fahrplan" zu liefern, der Prävention, Betreuungs- und Behandlungsoptionen für Arbeitnehmer und ihre Familien bietet.”
Bei der Entwicklung der Unternehmensrichtlinie gegen HIV/AIDS nutzt MSD seine Erfahrungen im Kampf gegen die Viruserkrankung und die Zusammenarbeit mit mehr als einem Dutzend Ländern in Afrika, um zukunftsfähige und effektive Arbeitsplatzprogramme zu entwickeln. Um sicherzustellen, dass solche Programme auch die tatsächlichen Anforderungen von afrikanischen Unternehmen widerspiegeln, stellte MSD ein Redaktionsteam aus überwiegend afrikanischen HIV/AIDS-Experten zusammen, um bei der Entwicklung und den Tests des Maßnahmenkatalogs zu helfen. MSD griff auch auf die Erfahrungen von mehreren Interessenvertretern wie UNAIDS, der International Labor Organization, der Weltbank, Nichtregierungsorganisationen (NRO) und Unternehmen, die erfolgreich Arbeitsplatzprogramme zu HIV/AIDS eingeführt haben, zurück.
Zur Unternehmensrichtlinie gehören:

Sieben Module für ein umfassendes, stufenweises Arbeitsplatzprogramm
Ein Lehrbuch, das Hintergrundwissen zu HIV/AIDS und ergänzende Informationen darüber vermittelt, warum und wie Unternehmen ein Arbeitsplatzprogramm zu HIV/AIDS implementieren sollten.
Ein wirtschaftliches Planungsinstrument, das Unternehmen ermöglicht, die wirtschaftlichen Auswirkungen eines Arbeitsplatzprogrammes für HIV/AIDS zu analysieren und zu veranschaulichen.
Der Entwurf steht unter www.hiv-msd.info/Blueprint kostenlos zum Download zur Verfügung. Unternehmen können diese Module als Gesamtpaket oder einzeln nach Bedarf auswählen. Zur Website gehört auch ein Antwort-Mechanismus, mit dem Nutzer des Maßnahmenplans ihre Erfahrungen mitteilen, Änderungen empfehlen oder Vorschläge unterbreiten können. Der Redaktionsausschuss wird diese Rückmeldungen überprüfen und regelmäßig Aktualisierungen vornehmen, so dass ein lebendiges Instrument entsteht, das sich ständig weiterentwickelt.

UNAIDS

Ergänzende Informationen über den UNAIDS-Bericht zu den wirtschaftlichen Auswirkungen von HIV/AIDS aus dem Jahre 2003 finden Sie unter www.unaids.org.
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