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Vereint gegen AIDS in der Dritten Welt

Im Kampf gegen die Immunkrankheit setzt MSD auf Public Private Partnerships / Neue Forschungsergebnisse präsentiert

Der aktuelle Welt-AIDS-Bericht der Vereinten Nationen zeichnet erneut eine dramatisches Bild: Über 40,3 Millionen Menschen sind weltweit mit dem HIV-Virus infiziert. Als forschender Arzneimittelhersteller sieht sich MSD SHARP & DOHME GMBH in einer besonderen Verantwortung, zur Bekämpfung der Pandemie beizutragen. Der Fokus liegt dabei auf der Erforschung und Entwicklung von neuen Wirkstoffen. Gleichzeitig unterstützt MSD weltweit eine Reihe von so genannten Public Private Partnerships (PPPs), um gerade jenen Menschen eine Behandlung zu ermöglichen, die sie am nötigsten brauchen.

„Die Bekämpfung von HIV/AIDS in den Entwicklungsländern ist eine Aufgabe, die eine Partnerschaft zwischen der öffentlichen Hand und privaten Initiativen erfordert“, betont Kevin Ali, Geschäftsführer von MSD Deutschland. Deshalb hat der Arzneimittelhersteller in der letzten Dekade gemeinsam mit privaten Einrichtungen, multilateralen Organisationen und nationalen Regierungen verschiedene Aktivitäten initiiert. Ein Ziel der Kooperationen ist es, den Zugang zu lebensrettenden Medikamenten in den Entwicklungsländern zu gewährleisten. Darüber hinaus klärt MSD mit den Hilfsprogrammen die Bevölkerung vor Ort auf über die Krankheit, Prävention und Behandlungsmöglichkeiten. „Eine PPP ist für uns mehr als einfach Medikamente in das Land zu senden. Unser Ansatz ist es, vor Ort Versorgungsstrukturen insbesondere in den ländlichen Gebieten aufzubauen, über Prävention in Schulen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen zu sprechen und letztendlich damit die langfristige Einbindung in Vorsorge- und Therapieprogramme zu gewährleisten“, sagt Ali.

PPPs in Europa, Afrika und Asien

Bereits 1997 schloss MSD eine Vereinbarung mit der rumänischen Regierung, um bessere Behandlungsmöglichkeiten für an AIDS erkrankte Kinder und Erwachsene zu erreichen. Rumänien hat mit fast 60 Prozent die höchste AIDS-Rate bei Kindern in ganz Europa. Heute ist der Prozentsatz an Menschen, die in Rumänien adäquat behandelt werden, vergleichbar mit dem in westeuropäischen Staaten oder den USA – Tausenden von Kindern und Heranwachsenden konnte so neue Hoffnung gegeben werden.
Seit 2000 beteiligt sich MSD an der UN/Accelerating Access Initiative (AAI), zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), UNAIDS, UNICEF, UNFPA, der Weltbank und anderen forschenden Arzneimittelherstellern. Hauptziel der Initiative ist es, finanzierbare, sichere und effektive Wege zu finden, den Zugang zu AIDS-Medikamenten zu verbessern. 2001 beschloss MSD dann eigenständig – als erstes Pharmaunternehmen überhaupt – seine beiden AIDS-Medikamente in den von der Epidemie besonders betroffenen Entwicklungsländern zum Herstellungspreis abzugeben. Heute stellt MSD im Rahmen der AAI seine Medikamente in mittlerweile über 60 Ländern zum Selbstkostenpreis zur Verfügung.

Erste Erfolge in Botswana

Erstmals in Afrika wurde im Jahr 2000 auf Initiative von MSD und in Zusammenarbeit mit der Regierung von Botswana ein nationales Therapieprogramm ins Leben gerufen, das eine kostenlose Verteilung von Medikamenten beinhaltet, aber auch nachhaltige Strukturen zum Kampf gegen AIDS entwickeln soll. MSD stellt hierfür seine beiden AIDS-Präparate kostenlos zur Verfügung. Diese „African Comprehensive Partnerships“ (ACHAP) sind einzigartig und gehören nach Aussage der WHO zu den größten AIDS-Hilfsprogrammen im öffentlichen Sektor. Ziel ist es, eine Infrastruktur zur Bekämpfung der Krankheit in Botswana aufzubauen, die Aufklärung, Prävention und die Therapie mit kostenlosen Medikamenten beinhaltet. MSD und die Melinda & Bill Gates Foundation stellen hierfür jeweils 50 Millionen US-Dollar bereit. Botswana ist nach Südafrika das von AIDS am stärksten betroffene Land der Welt. Über 260.000 Erwachsene der nur 1,6 Millionen Einwohner Botswanas sind HIV-positiv. Die bisherigen Ergebnisse nach fünf Jahren ACHAP übertreffen die Erwartungen: Über 56.000 der Betroffenen konnten bereits in das Programm eingebunden werden. Botswana hat somit die höchste Behandlungsrate aller betroffenen Entwicklungsländer.

AIDS-Projekte in Elfenbeinküste und China

Das erfolgreiche Pilotprojekt in Botswana findet Nachahmung in weiteren Ländern: Mit den bisherigen Erfahrungen hat MSD weitere AIDS-Programme initiiert, u. a. in Estland, an der Elfenbeinküste, Nigeria und in Malawi. Zudem wurde 2005 eine Public Private Partnership mit der Regierung der Volksrepublik China ins Leben gerufen. Denn auch hier – in der Wahrnehmung der weltweiten Öffentlichkeit meist weniger präsent – ist AIDS ein immer ernsteres Problem: Ungefähr 840.000 Chinesen sind HIV-positiv – Tendenz steigend. Zur Unterstützung des chinesischen Regierungsprogramms im Kampf gegen AIDS hat MSD bisher 30 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt.

Neue Substanz MK-0518

Originäres Anliegen von MSD ist die Entwicklung und Herstellung von neuen Wirkstoffen und Medikamenten. Gerade bei AIDS hat nicht zuletzt die intensive Forschungsarbeit von MSD dazu beigetragen, dass die Krankheit in der westlichen Welt zumindest zeitweise kontrollierbar geworden ist. Die antiretroviralen Medikamente von MSD sind heute wichtige Bausteine in den anerkannten Behandlungsstrategien gegen die Krankheit. In jüngster Vergangenheit konnten die MSD-Forscher nun weitere Erfolge vermelden: Im November 2005 wurden die erfreulichen Ergebnisse einer Kurzstudie zum neuen Wirkstoff MK–0518 der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieser blockiert die Integrase, ein Enzym, das die HIV-Viren zur Replikation in der Wirtszelle benötigen. Mit dem neuen Wirkstoff konnte das Virus daran gehindert werden, sich zu vermehren und weitere Zellen zu infizieren. MSD will hierzu weitere Studie auflegen. Auch auf dem Gebiet präventiver Medikamente gibt es Erfolge zu verzeichnen. Im Mai 2005 wurde die Wirksamkeit sogenannter Mikrobizide nachgewiesen. Dabei handelt es sich um äußerlich anwendbare Medikamente, die das Eindringen des HIV-Virus verhindern können.
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