Ein amerikanisches Unternehmen |
Merck & Co. von 1919 bis in die 40er-Jahre |
Infolge des durch den Ersten Weltkrieg bedingten erhöhten Arzneimittelbedarfs und der erschwerten Reise- und Kooperationsbedingungen zwischen der deutschen Mutterfirma und ihrer US-amerikanischen Tochter begann Merck in Amerika eine selbstständige Produktentwicklung. Die amerikanische Entwicklungsabteilung arbeitete so erfolgreich, dass Merck in den 30er-Jahren dort ein zentrales Forschungslabor einrichtete. Damit legte er den Grundstein für den stetigen geschäftlichen Erfolg seiner Firma. |
![]() Damals in Amerika... |
1925: Die Gründergeneration setzt sich zur Ruhe |
| 1925 übergab George Merck die Geschäfte seinem Sohn George W. Merck. Zu dieser Zeit setzte das amerikanische Tochterunternehmen jährlich bereits sechs Millionen Dollar um. In den Folgejahren konzentrierte sich die Firma Merck & Co. zunächst vollständig auf den Ausbau des heimischen Marktanteils und setzte ihre Expansion im Ausland nur behutsam fort. |
| Aufgrund des grossen Erfolges gelang es George W. Merck schon zwei Jahre später, sein Unternehmen mit Powers - Weightman - Rosengarten (PWR) zu fusionieren. Dadurch erreichte Merck den erfolgreichen Einstieg in die Pharmabranche. Beide Firmen ergänzten sich auf ideale Weise, sodass ihr Zusammenschluss zur Firma Merck & Co. eine erhebliche Betriebsvergrößerung ermöglichte und der Umsatz am Ende des ersten Geschäftsjahres bereits bei 13 Millionen Dollar lag. |
Beginnende Innovation durch wissenschaftliche Forschung |
![]() Erstes Forschungslabor |
Strategische Kurskorrektur |
| Die Merck-Forschungslaboratorien waren in den Folgejahren durch ihre intensive Entwicklungsarbeit mit Weg weisenden Forschungsprojekten erfolgreich: Penizillin, Vitamin B12 und Kortison wurden entwickelt. Die Einführung dieser neuen Merck-Präparate hatte auf dem Arzneimittelmarkt sofort solch bahnbrechenden Erfolg, dass die Geschäftsleitung beschloss, neue Wege zu gehen. Man stellte die bloße Herstellung von Spezialchemikalien zur Weiterverarbeitung ein und konzentrierte sich vollständig auf die Produktion und den Vertrieb fertiger Präparate. |
Die 40er-Jahre: Globale Expansion |
Der Zweite Weltkrieg bot Merck und anderen amerikanischen Chemieherstellern große Expansionsmöglichkeiten. Viele Fertigungsstätten von europäischen Konkurrenten waren zerstört und die Unternehmen mit dem Wiederaufbau der Betriebe befasst, sodass Merck & Co. seine herausragende Stellung auf dem Weltmarkt sichern konnte. Die Martkführung des Unternehmens lässt sich an den Exportumsätzen besonders gut verdeutlichen: Zu Beginn der 50er-Jahre stiegen diese auf 20% des Gesamtumsatzes. |






Der Zweite Weltkrieg bot Merck und anderen amerikanischen Chemieherstellern große Expansionsmöglichkeiten. Viele Fertigungsstätten von europäischen Konkurrenten waren zerstört und die Unternehmen mit dem Wiederaufbau der Betriebe befasst, sodass Merck & Co. seine herausragende Stellung auf dem Weltmarkt sichern konnte. Die Martkführung des Unternehmens lässt sich an den Exportumsätzen besonders gut verdeutlichen: Zu Beginn der 50er-Jahre stiegen diese auf 20% des Gesamtumsatzes.